René

Heute fuhren wir von Leukerbad nach Martigny und dann ins Trient Tal. Der Mont-Blanc Express erschliesst und verbindet hier die Dörfer Vernayaz, Salvan-Les Marécottes, Finhaut-Emosson, Trient-Col de la Forclaz und Vallorcine. Es fährt also ein Zug von Martigny (CH) nach Chamonix (FR).

 

Ein paar Dörfer dieser Strecke haben wir bereits besucht. Heute besuchten wir Salvan und gingen in Les Marécottes in den Zoo. Es ist ein spezieller Zoo. Es hat keine Elefanten, Löwen oder sonst exotische Tiere. Man sieht nur einheimische Tierarten. Besonders spannend der Luchs, Wolf, Rothirsch, Wildschwein, Dammhirsch, Gemse, Steinbock, Murmeltier, Hase usw. Also Tiere die bei uns heimisch sind und die man sonst selten in einem Zoo antrifft.

 

Es war ein Erlebnis, man konnte sie auch füttern, mit gekauftem Futter vom Zoo. Ein grosser Rothirsch frisst dir aus der Hand, das ist für einen Jäger kein alltägliches Erlebnis. (:- Beim Zoo hat es noch ein Schwimmbad in einer etwas anderen Art. Die bizzaren, schönen Felsen hier sind vom Gletscher geformt und geschliffen und in diese Landschaft hinein hat man das Schwimmbad reingebettet. Die Wände des Beckens sind also die geschliffenen Felsformationen vom Gletscher. Sonnen tun sich die Leute auf en Felsen rund um das Schwimmbecken, sieht gut aus.

 

Dann besuchten wir noch den Stausee Salanfe. Man kann da mit unserem Camper nicht hinfahren obwohl es einen Campingplatz hat. Es hat Tunnels durch die nur kleine Buse und normale Autos kommen. So gingen Linda und Ursula Salvan anschauen und Jan und ich fuhren mit dem Bike auf die Mauer und zurück. Es waren ca. 17 km und gegen Ende eine sehr steile Schotterstrasse die in einen sehr steilen Hang und zum Teil in die Felswand reingebaut wurde. Es war Samstag und am Ende des Tales waren überall sehr viele Autos parkiert. Unterwegs trafen wir auch auf ganz viele Wanderer. So wies aussieht ist das hier ein beliebter Ausflugsort.

 

Der Weg, der See und die Mauer imponieren und darum hats dort auch eine Herberge, eine Kapelle und ein Restaurant wo recht viel los war. Dort stand auch ein kleiner Suzuki. Dies erstaunte mich, den die letzten 3-4km der Strasse sind sehr steil und in eher schlechtem Zustand. Wer hier Auto fährt muss schon ein wenig Mut und gute Kenntnisse haben. Wir waren die einzigen die mit dem Bike unterwegs waren. Mit dem Ebike ging es gut und wir hatten ca. 1:50 Stunden rauf und runter. Zu Fuss wird es eine Wanderung sein um die 4 Stunden. Ein öffentlicher Bus fährt bis zuhinterst ins Tal. Ab da muss man dann zu Fuss gehen. Diese Biketour war ein Erlebnis, besonders für Jan, der mit dem Biken erst diesen Monat angefangen hat.    


Hier im Unterwallis gibt es 2 Möglichkeiten das Wallis zu verlassen welche den meisten Leuten unbekannt sind. Man kann nach Morgins fahren und dann über den Pas-de-Morgins mit dem Auto nach Frankreich fahren. Und man kann in Martigny in den Zug steigen und durchs Trient Tal nach Chamonix fahren. 

Die meisten kennen die Passübergänge: Grimsel, Furka, Nufenen, Simplon, Gr. St. Bernhard, Col de la Forclaz. Hier dazu kommt eben noch der Pass Pas-de-Morgins. Mit den Zügen dasselbe, die meisten kennen, Lötschberg, Simplon, Furka, hier hinzu kommt der Mont-Blanc Express von Martigny nach Chamonix.

Es sind also 7 Autopässe und 4 Zugstrecken (wovon 3 Tunnels) die das Wallis erschliessen. Was irgendwie noch fehlt ist eine Erschliessung mit dem Auto vom Norden her ins Mittelwallis.

 


Jan

Ich bin heute mal wieder normal aufgestanden und habe das Frühstück gegessen. Nach dem Frühstück ging es los. Zuerst haben wir noch etwas entsorgt und Wasser nachgetankt. Heute hat es nicht geregnet und somit wurden die Fotos besser. Als erstes ging es runter nach Leuk. Von Leuk ging es weiter nach Martigny. In Martigny gingen wir noch schnell das Auto tanken und dann ging es durch die Stadt und nach Les Marécottes. Auf der Fahrt ging es am Kraftwerk von Emosson vorbei, das sich hier unten im Tal befindet. Nach dem Kraftwerk ging es weiter den Steilhang hoch. Weiter oben gab es noch ein Tunnel, der zwischendurch mit Beton stabilisiert wurde. Nach dem Tunnel kamen zwei Brücken. Eine war neu, die andere alt. Nach der Brücke ging es weiter den Hang hoch bis in den Tierpark von Les Marécottes. Den Tierpark haben wir schnell gefunden aber der Parkplatz leider nicht so schnell. Nach einer Weile fanden wir doch noch einen grossen Parkplatz für den Campingwagen. Nach dem Parkieren ging es in den Zoo.

 

Im Zoo gibt es nur Tiere, die im Wallis leben, ausser einer Tierart nicht.  Es gab Gemsen, Wölfe, Luchs, Wildschweine und andere Tiere. Ich fand alle Tiere cool und interessant. Am meisten hat mir der Luchs gefallen, weil er schön aussieht und schnell rauskam. Am zweiten war es der Rothirsch mit seinem grossen Geweih. Die anderen Tiere waren auch spannend, und der Wolf gehört auch noch dazu. Als wir draussen waren gab es schlussendlich nicht Zmittag, sondern die Fahrt ging weiter zur Staumauer Salanfe. Ups ich habe noch etwas vergessen. Es gab auch noch ein Schwimmbad, das in den Felsen eingebaut ist. Papa sagte dazu, dass gibt es selten, ein solches Schwimmbad. 

 

Auf der Fahrt zum Stausee assen wir auf einem Parkplatz das Mittag. Nach dem Mittag gingen Papa und ich mit den Velos zum Stausee. Mama und Linda gingen etwas in der Umgebung anschauen. Die Velofahrt ging anfangs ganz locker und einfach bis zu einem Campingplatz. Die Strasse war asphaltiert und einfach zu fahren. Beim Campingplatz haben wir die falsche Verzweigung genommen und sind in einer Sackgasse gelandet. Papa hat ein paar Leute gefragt, wo es langgeht, und dann haben wir es gefunden. Hinten beim Parkplatz war eine Barriere und von dort ging eine grob asphaltierte und betonierte Strasse den Hang hoch. Die Strasse war nicht mehr Flach, sondern ein wenig steiler. Die Strasse kam dann immer steiler und kleiner und hatte schwierige Kurven die zum Teil kaputt waren.  Weiter oben ging es mal flach und dann wieder steil.

 

Ich fragte nach einer Weile, wie lange es noch geht bis zur Staumauer. Papa hat gesagt: »Nicht mehr lange». Die Strasse wurde in eine Felswand reingebaut. Dort ging es sehr steil hoch und dann ging es in den Wald rein und dort meinte ich, dass die Staumauer noch weit weg ist, und die Fahrt dauerte eine halbe Ewigkeit. Nach einer Weile kam plötzlich ein wenig Grau im Wald zum Vorschein. Als wir weiterfuhren, kam immer mehr zum Vorschein, es war die Mauer. Die Mauer ist kleiner als die von Emosson aber grösser als die im Turtmann Tal. Die Mauer war nicht so hoch, aber sehr breit und machte einen Knick. Papa hat oben gesagt, dass sie alles Material um die Mauer zu bauen, hier nach oben transportiert haben, auf dieser steilen, kurvigen, ausgesetzten Strasse.

 

Oben gab es ein Restaurant. Beim Restaurant hatte es nur ein Auto vom Besitzer. Papa sagte nur: Er würde die Strasse nicht gerne hoch und runterfahren, weil es eben gefährliche Kurven hatte. Oben war ich ein wenig verblüfft, dass es wieder eine Kapelle gab. Als wir die Umgebung angeschaut haben ging es wieder runter.

 

Auf der Fahrt nach unten kam mir erst jetzt die Steilheit der Strasse bewusst, was ich bei der Hochfahrt nicht so realisiert habe. Ich habe an ein paar Orten das Velo gestossen. Unten angekommen meinte Papa nur: Unten so viele Autos und unterwegs so viele Wanderer habe er noch nie bei einer Staumauer gesehen. Zurück zum Camper fuhren wir auf der eher schmalen Strasse, wo auch die Autos fuhren. Ich musste Papa genau zuhören und folgen.

 

Unten beim Camper angekommen ladeten wir die Velos wieder auf und dann gingen wir Linda, Mama und Wallismatti abholen. Wir holten sie beim Bahnhof von Les Marécottes ab. Wir schauten nach Schlafmöglichkeiten und entschieden uns auf den Camping von Martigny zu gehen. Papa gab das im Navi ein. Als wir die Bergstrasse hinter uns hatten, ging es blöderweise durch die Stadt. Nach einem Umweg durch die Stadt mussten wir noch einen Umweg zum Campingplatz machen. Als wir angekommen waren, waren wir erleichtert, dass wir es geschafft haben. Nach dem Abendessen ging es an den Computer und dann ins Bett. Ach ja, heute war nicht unsere Tag, da manche Sachen schiefgelaufen sind.

 


Fahrt von Leukerbad nach Les Marécottes


Zoo Les Marécottes


Stausee Salafe


Fahrt nach Martigny, Camping